Projekt „Seelsorge in neuen Strukturen“ im Katholischen Dekanat Balingen
Ende November 2025 hat der Diözesanrat zu wichtigen Eckpunkten im Prozess „Kirche der Zukunft“ in der Diözese Voten abgegeben, die Bischof Dr. Klaus Krämer umgehend in Kraft gesetzt hat. Damit sind entscheidende Weichenstellungen für das Projekt „Seelsorge in neuen Strukturen“ vorgenommen. Aus 1.020 Kirchengemeinden in der Diözese sollen 50 bis 80 neue Raumschaften (Kirchengemeinden) entstehen.
Für das Dekanat Balingen bedeutet das, dass aus den bestehenden 26 Kirchengemeinden und den drei Gemeinden für Katholiken anderer Muttersprache (kroatischen Gemeinden Balingen und Albstadt, italienische Gemeinde Albstadt) in aktuell sechs Seelsorgeeinheiten eine bis maximal drei Raumschaften entstehen werden.
Bei zwei Informationsveranstaltungen letzte Woche wurden über 100 Kirchengemeinderäte, Pfarrer und pastorale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Dekanat über das Projekt und die nächsten Schritte informiert.
Dabei zeigte sich eine erste Tendenz, dass zwei Raumschaften (neue Kirchengemeinden) favorisiert werden.
Bei der Festlegung der neuen Kirchengemeinden werden unterschiedliche Kriterien berücksichtigt, unter anderem Unterschiede im städtischen und ländlichen Bereich, Orientierung an den Lebensbezügen der Menschen, ökumenische Bezüge und topographische Gegebenheiten und Entfernungen.
Die Kirchengemeinden und Seelsorgeeinheiten haben nun bis Ende April 2026 Zeit, einen ersten Vorschlag für die Umschreibung der neuen Raumschaften zu erarbeiten und beim Dekanat einzureichen. Es geht darum, gemeinsam zu erarbeiten, welche Kirchengemeinden zukünftig auf dem Weg der Union eine neue Kirchengemeinde bilden werden.
Mit der Steuerung dieses Projektschrittes hat Bischof Dr. Klaus Krämer die Dekanatsebene beauftragt. Dazu wurde eine Steuerungsgruppe mit Dekan Pater Augusty Kollamkunnel, Dekanatsreferent Achim Wicker, dem Leiter des Verwaltungszentrums Berthold Stoppel und der gewählten Vorsitzende des Dekanatsrates Dr. Petra Graf gebildet.
In einem Schreiben an die Dekanatsleitung äußert sich Bischof Dr. Klaus Krämer so:
„Es ist mir bewusst und ich verstehe es sehr gut, dass die anstehenden Veränderungen auch Sorgen und Skepsis auslösen und uns allen viel abverlangen. (…) Parallel zur Phase der Umschreibung der Raumschaften werden wir intensiv daran arbeiten, bereits den nächsten Projektschritt zu planen: Wie die neuen Kirchengemeinden gebildet werden. Dazu werden wir uns in den nächsten Monaten intensiv zu den zukünftigen pastoralen Handlungsfelder in den neuen Kirchengemeinden beraten. Damit soll nach vielen notwendigen strukturellen Überlegungen der vergangenen Monate der Fokus wieder stärker auf Inhalte gelenkt werden. Ich freue mich, wenn Sie sich auch hier mit Ihren Überlegungen einbringen.(…)“



